Gesehen bei The European

Gestern war die Welt noch in Ordnung, heute regiert Trump – so könnte man den Tenor beschreiben, der landauf, landab unsere Medien beherrscht. Selbst ein kreativer und doch kontrollierter Geist wie der Handelsblatt-Tausendsassa Gabor Steingart verliert in seinem Morning-Briefing die Fassung. Dabei müsste er das müsste er nicht – beim Blick auf die letzten 100 Jahre amerikanischer Politik.

Gabor Steingart also verliert in seinem Morning-Briefing, das immerhin 500.000 Leser hat, und das jeden Tag, die Fassung angesichts der Inaugurationsrede des 45. US-Präsidenten: „Die Trump-Agenda klingt nach Bürgerkrieg im Innern und Eiszeit in den auswärtigen Beziehungen“ und analysiert am „Tag danach“ auf dem Rückflug nach Deutschland: „Amerika ist bereit, den Flottenverband zu verlassen, den es sieben Jahrzehnte anführte.“ Kapitalanlage-Experten erkennen in Trumps Entscheidungen nur Unsicherheit und empfehlen den Kauf von Sicherheitspolstern, sprich: Goldbarren. Die einzigen, die sich freuen, sind Europas Rechtspopulisten, die aber finden ihre Stimme in der Presse nicht wieder, nur an einem Samstag in einer Halle in Koblenz oder in den neuen Medien.

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