Anders als Angela Merkel fordern Martin Schulz und Jean-Claude Juncker einen schnellen Brexit. Damit schaden sie auch Europa. Ein Kommentar. von

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker (l) und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD).

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker (l) und der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz…Foto: Kay Nietfeld/dpa

Enttäuscht oder schwer beleidigt sollte man keine Ultimaten stellen. Beim Tit-for-tat sind am Ende alle nur noch mehr beleidigt. Das geht in Ordnung bei einem Trennungs-Paar, das tatsächlich nie mehr miteinander zu tun haben muss. Wenn aber eine Krise erst recht konstruktive Zusammenarbeit erfordert – und das ist halt die Realität des politischen Alltags – bringt es gar nichts, sich wie ein betrogener Ehegatte aufzuführen. [Weiterlesen]

Kommentar CS: Klar dürfte sein, dass die Briten es nicht allein schaffen können. Insofern ist das Abstimmungsergebnis echt mehr als unglücklich. Allerdings stellt sich die Frage, wie groß muss wohl die Angst bei den Politikern sein, dass noch weitere Staaten von der Fahne

gehen könnten? Sie haben Panik vor demokratischen Entscheidungen, denn die könnten ihre Posten gefährden. So erklärt sich dieser Ehegattenkrieg! Denn ließen sie alle Länder Europas abstimmen, dann währe vermutlich das Ende des undemokratischen Brüssels mit seinen nicht demokratisch legitimierten Kommissaren gekommen. Das wäre sicher nicht das Ende Europas, wohl aber das Ende der europäischen Politkaste. Vielleicht haben wir den schwarzen Schwan schon gesehen:

Der Anfang vom Ende des Euro

Auch wenn es für Britannien schwierig werden sollte: Einen Versuch ist es wert sich zu retten, denn das Europa ist in dieser Form nicht mehr zu halten. Sogar Kohl sagt: Europa braucht eine „Atempause“

Investor Verlag: Der Tag der Abrechnung in Europa …

 

 

231 View

Leave a Comment

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

*